Wunschbäume für das Kinderheim Kleine Strolche
Aktion der Helios Kliniken für Mitarbeiter und Patienten
Bereits das dritte Jahr in Folge haben die Helios Kliniken in Nienburg und Stolzenau zur Adventszeit einen Wunschbaum für das Kinderheim Kleine Strolche aufgestellt, mithilfe dessen Mitarbeiter und Patienten Geschenkwünsche zu Weihnachten und Erlebniswünsche für die kleinen Bewohner erfüllen konnten. Rund 90 materielle und 50 Erlebnisgeschenke sind letztlich zusammengekommen. Dr. Sonja Risse, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der „Kleinen Strolche“, sowie ihre Kollegin Peggy Diestelkamp bedanken sich bei allen Mitarbeitern und Patienten für die zahlreichen Spenden.
Das Mitgefühl für die traumatisierten Kinder des Kinderheims Kleine Strolche ist bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie bei den Patientinnen und Patienten der Helios Kliniken Mittelweser noch immer ungebremst. Bereits das dritte Jahr in Folge haben die Kliniken in Nienburg und Stolzenau Wunschbäume aufgestellt, die wie in den Vorjahren innerhalb von kürzester Zeit abgegrast waren. „Es ist für mich wirklich toll zu sehen, dass die Spendenbereitschaft unter unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in diesem Jahr wieder so unglaublich hoch war. Es berührt uns alle sehr, wenn man hört, was diese Kinder in ihrem kurzen Leben bereits erfahren mussten. Es gibt kaum einen besseren Zweck, um etwas zu spenden“, so Personalleiterin Irina Kaping.
Zur Geschenkübergabe erschienen von Seiten des Kinderheims Dr. Sonja Risse, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, sowie Peggy Diestelkamp, ebenfalls im Team Öffentlichkeitsarbeit. Beide waren sehr angetan. „Die Geschenke wurden so liebevoll eingepackt, man sieht einfach, dass hier sehr viel Herzblut investiert wurde. Unsere Kinder danken es sehr. Für viele von ihnen ist dies das erste richtige Weihnachten und häufig tatsächlich auch das erste Mal, dass sie ein Geschenk erhalten“, so Risse. Bei den Wunschbäumen wurden rund 90 materielle Wünsche und 50 Erlebniswünsche erfüllt. Während es sich bei den materiellen Geschenken vor allem um Spielzeug handelte, standen bei den Erlebnisgeschenken „Ein Tagesausflug“, „Ritter werden“ oder „Therapeutisches Reiten“ zur Auswahl.
Das Kinderheim in Asendorf ist spezialisiert auf die Inobhutnahme von Säuglingen und kleinen Kindern zwischen 0 und 6 Jahren. Knapp 70 Kinder können im Heim und den unterschiedlichen Einrichtungen untergebracht werden.
Viele dieser Kinder haben schwere Vernachlässigung, Gewalt und sexuellen Missbrauch erlebt. „Für unsere Kinder ist es schwer, Vertrauen zu fassen. Dies können wir nur mit viel Liebe und Geduld erzielen. Einen großen Beitrag hierzu leisten unsere Erlebnisse. Gerade beim therapeutischen Reiten fällt es den Kindern oft leichter, eine Beziehung zu den Pferden aufzubauen als zu den Menschen“, erläutert Risse.
Besonders häufig wurden in diesem Jahr die sog. Warmies verschenkt – dies sind Kuscheltiere, die erwärmt und wie eine Kuschelwärmflasche genutzt werden können. „Diese Tierchen sind der perfekte Seelentröster für unsere Kleinen. Wenn sie irgendwann aus dem Kinderheim ausziehen, nehmen sie diese selbstverständlich auch mit in ihre nächste Station – z. B. in eine Pflegefamilie“, erläutert Diestelkamp.
Die Großzügigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Patientinnen und Patienten ist für die beiden keinesfalls selbstverständlich. „Wir leben in einer Zeit, in der alles in einer rasenden Geschwindigkeit so teuer geworden ist, dass viele schon bei den eigenen Lieben überlegen müssen, was sie sich als Weihnachtsgeschenk leisten können. Dass dennoch so viele Geschenke zusammengekommen sind, berührt uns sehr und wir bedanken uns bei jedem Einzelnen von Ihnen in aller Form“, so Risse.
Der Kinderheim Kleine Strolche e.V. wurde 2018 als Förderverein des Kinderheims Kleine Strolche gegründet. Ziel des Engagements ist es, zusätzliche Leistungen und Angebote für die Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, die über die regulären Aufgaben der Jugendhilfe hinausgehen. Ein vollständig über Spenden finanziertes Therapiezentrum in Bücken unterstützt die Schutzbefohlenen mit verschiedenen Angeboten wie Trauma- oder Reittherapie dabei, belastende Erlebnisse zu verarbeiten und neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
