Kinderheim Kleine Strolche veranstaltet Seminar zum Thema "Was ist Kindeswohl?"
Restplätze für externe Interessierte
Asendorf / Bücken, August 2024 – Die Begriffe „Kindeswohl“ und „Kindeswohlgefährdung“ unterliegen einer großen subjektiven Deutung. Das Wissen um die Entwicklung und die Bedürfnisse von Kindern ist maßgeblich für die Entscheidung, wann im Einzelfall die Grenze zu einer Kindeswohlgefährdung überschritten ist. Das Kinderheim Kleine Strolche schult seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 4. und 5. November 2024 zu diesem Thema. Auch für externe Interessierte sind noch einige Plätze für die beiden Tagesseminare zu vergeben.
Geleitet wird das Seminar u.a. von dem Mediziner und Sozialarbeiter Dr. Markus Wegenke, der zur Leitung des Freiburger Zentrums für Kinder- und Jugendhilfe gehört. Das interdisziplinäre Seminar behandelt entwicklungspsychologische und medizinische Grundlagen im Kinderschutz.
Im Seminar werden z. B. die Meilensteine der kindlichen Entwicklung, Bindungsmuster und Bindungsstörungen sowie medizinische Aspekte im Kinderschutz thematisiert. „Das Erkennen von Kindeswohlgefährdung erfordert ein geschultes Auge und Sensibilität. Oft ist eine lange und intensive Recherche der Jugendämter gefragt, bei der Informationen von verschiedenen Stellen wie z. B. Kinderarzt, Erzieher oder Personen aus dem näheren Umfeld des Kindes eingeholt werden, um einen Eindruck von der Gesamtlage zu bekommen. Wichtig ist mir, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch jedem die Angst zu nehmen, alleine alles richtig einschätzen zu können und zu müssen“, so Dr. Markus Wegenke.
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und ihr Wissen im Bereich Kinderschutz vertiefen möchten.
Tageseminar: Was ist Kindeswohl?
Termin: 4. + 5. November 2024
Ort: Bücken
Weitere Infos per Mail: info@kinderheim-kleine-strolche.de oder per Telefon 05022 94466 53
Der Kinderheim Kleine Strolche e.V. wurde 2018 als Förderverein des Kinderheims Kleine Strolche gegründet. Ziel des Engagements ist es, zusätzliche Leistungen und Angebote für die Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, die über die regulären Aufgaben der Jugendhilfe hinausgehen. Ein vollständig über Spenden finanziertes Therapiezentrum in Bücken unterstützt die Schutzbefohlenen mit verschiedenen Angeboten wie Trauma- oder Reittherapie dabei, belastende Erlebnisse zu verarbeiten und neue Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
